Langer-Köchel im Murnauer Moos

Am Westrand des Murnauer Mooses liegt der Langer-Köchel-See. Weit abseits des oft gut frequentierten Moss Rundwegs findest du hier viel Ruhe in der Natur.

Idyllische Einsamkeit beim ehemaligen Tagebau

Der See ist das natürlich geflutete Tagebaurestloch des ehemaligen Hartsteinwerk Werdenfels. Laut Wikipedia besitzt der See „keine keine oberflächigen Zu- oder Abläufe und bezieht sein Wasser aus Grundwassereinsickerungen und Niederschlägen.“

Früher wurde dort am Langen Köchel Hartsein abgebaut. Der See entstand nachdem der Vorrat über der Ebene erschöpft und unter dem Boden weiter abgetragen wurde. Nachdem der Abbau beendet wurde, füllte sich der See in kurzer Zeit auf natürliche weise. Auf dem Rücken des Langen Köchels wächst Naturwald.

Es ist schwer vorzustellen, dass hier mitten im Murnauer Moos 70 Jahre lang regelmäßig Sprengungen durchgeführt wurden. Zwischen 1930 und 2000 wurde das dortige Glaukoquarzit (meist verwendet für Schotter im Schienenbau) abgebaut. Diese Luftaufnahme zeigt wie der Lange Köchel damals aussah.

Heute ist es hier ruhig und friedlich. Bei warmen Wetter kannst Du neben der Tier- und Pflanzenwelt auch manchmal Homo Sapiens beobachten, wie sie ihren Körper im kalten See erfrischen.

Weiterführende Links:
Biologische Station Murnauer Moos 
Die Köchel
murnauermoos.de

Wikipedia
„Langer Köchel See“
de.wikipedia.org

Bund Naturschutz 
„Das Köcheverhängnis“
bund-naturschutz.de

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